Zeitleiste

1954 – Teilung Vietnams 

Nach der Niederlage Frankreichs in der Schlacht von Điện Biên Phủ wird Vietnam am 17. Breitengrad geteilt: kommunistischer Norden unter Ho Chi Minh, prowestlicher Süden unter Ngô Đình Diệm.

1955 – Beginn des Konflikts 

Der Süden lehnt die geplanten Wiedervereinigungswahlen ab. Nordvietnam unterstützt zunehmend kommunistische Guerillas im Süden, den sogenannten Viet Cong.

1964 – Tonkin-Zwischenfall 

Nach angeblichen nordvietnamesischen Angriffen auf US-Kriegsschiffe verabschiedet der US-Kongress die Tonkin-Resolution. Sie gibt Präsident Johnson die Vollmacht, ohne formelle Kriegserklärung militärisch zu eskalieren.

1965 – Erste US-Kampftruppen 

Die USA entsenden die ersten regulären Kampftruppen nach Vietnam. Der Krieg wird zum grössten US-Militäreinsatz seit dem Zweiten Weltkrieg.

1968 – Test-Offensive

Der koordinierte Grossangriff des Viet Cong auf über 100 Städte schockiert die US-Öffentlichkeit. Obwohl militärisch gescheitert, ist die Tet-Offensive ein psychologischer Wendepunkt. Die Antikriegsbewegung wächst massiv.

1970 – Eskalation & Proteste 

Bombenangriffe auf Kambodscha weiten den Krieg aus. Nach der Erschiessung von vier Studenten durch die Nationalgarde in Kent State, Ohio, explodieren die Proteste im ganzen Land.

1973 – Pariser Friedensabkommen 

Die USA, Nordvietnam, Südvietnam und der Viet Cong unterzeichnen einen Waffenstillstand. Die US-Truppen ziehen ab. Der Krieg zwischen Nord und Süd geht jedoch weiter.

1975 – Fall Saigons

Am 30. April 1975 nehmen nordvietnamesische Panzer Saigon ein. Das letzte US-Personal wird per Hubschrauber vom Dach der Botschaft evakuiert. Vietnam ist de facto vereint.

1976 – Vereinigung 

Vietnam wird offiziell zur Sozialistischen Republik Vietnam vereint, mit Hanoi als Hauptstadt.